OGV Geigant

Hauptversammlung 2016

Geigant (24.04.2016) Ganz im Zeichen der anste­henden Neuwahlen der Vereinsspitze stand die diesjährige Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Geigant im „Alten Haus“. Zugleich war es eine Hommage auf das Wirken der nach 21 Jahren als Vorsitzende zurücktretenden Gerda Klickermann. Doch vorab ging Schriftführerin Sylvia Engl zur Tagesordnung über. Nach ei­ner Gedenkminute für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder ließ sie dass Jahr 2015 Revue passieren. Wie Engl aufführte, habe man nach der Ankündigung von Gerda Klickermann bei der vorjährigen Hauptversammlung, den Verein nur noch für ein Jahr weiter zu führen, sich für dieses Jahr zum Ziel gesetzt, eine neue Vereinsführung zu suchen. Dies sei hoffentlich gelungen. Trotzdem konnte sich der Verein aber an einigen Aktionen beteiligen, die da wären:

Der Vereinsausflug ging letztes Jahr in die viertgrößte Stadt Tschechiens, nach Pilsen, wo man mit einem kompetenten Führer die Pilsener Brauerei besichtigte und anschließend die Altstadt erkundete. Auch bei der Dorfweihnacht präsentierte man sich positiv in der Öffentlichkeit. Der Blumenball im Januar war leider nicht all zu sehr besucht. Die Gründe suchen wir in dem evtl. falschen Zeitpunkt, normalerweise ist er immer der 1.Geiganter Ball in der Faschingszeit, auch der sehr kurze Fasching und die Überschneidung mit dem Prosdorfer Ball könnten Ursache sein. Man müsse überlegen, wie es mit dem Ball weitergeht, stellte Sylvia Engl dabei in den Raum. Natürlich beteiligte sich der OGV auch wieder am Dorfschießen der „Ritterschützen. Dieses Mal mit deren stattliche Anzahl von 18 Hobbyschützen. Ebenso habe man auch die anderen Geiganter Festivitäten besucht. Der Osterbrunnen wurde wie jedes Jahr geschmückt. Hier entging ein Dankeschön an Georg Zilker und seine Frau Rosemarie sowie an alle, die mitgeholfen haben. Vor kurzem fand noch der Arbeitseinsatz am Kirchplatz statt, bei dem auch die Rosensträucher endlich einmal richtig gekürzt hat, damit sie wieder besser blühen. Am Ostermontag ging es unter der Leitung vom Georg Zilker den Berg hinauf nach Machtesberg zum obligatorischen Ostereiersuchen. Die Schrazln durften in den Ferien mit dem Zug nach Furth i.Wald fahren. Nach dem Besuch der Felsengänge, ging es zum Flederwisch. Die Teilnahme war mit 20 Kindern sehr gut. Im Juli wurden Gartensticker gebastelt, im September Pizza am Spielplatz gebacken und einige Kinder erneuerten die Eier mit frischen Farben für den Osterbrunnen. Es fanden auch einige Instandhaltungsarbeiten statt. Die Handwerker des Vereins Georg Zilker, Luitpold Bauer und Bernhard Fischer waren da im Einsatz. Am Lehmbackofen wurde die Geschlosshalterung wieder festgemauert. Der kleine Ofen musste beseitigt werden, weil er der Witterung ausgesetzt war und in sich zusammenfiel. Für zwei Totenbretter wurden neue Rahmen geschweißt und einbetoniert. Flurkreuze und Ruhebänke sind ausgemäht worden, dabei habe man auch gleich kaputte Bänke ausgetauscht oder repariert. Hier merkte Sylvie Engl an, dass Ruhebänke in Zukunft nur nach Absprache mit dem Naturparkverein und Förster wieder aufgestellt werden dürfen. Die neuen Bänke mit Betonfüßen angefertigt. Walter Rückerl hat sich bereit erklärt die Wartung und das Ausleihen des Häckslers zu übernehmen. Wer interessiert ist, darf sich gerne erkundigen. Das „Heilige Land“ wird durch Marianne angepflanzt und um dass Gießen, etc. kümmert sich dankenswerter Weise Anna Mühlbauer. Abschließend gab die Schriftführerin noch bekannt, dass im nächsten Jahr eine Beitragserhöhung von sechs auf acht Euro stattfindet, da der Beitrag, der an den Landesverband abgeführt werden muss angehoben wurde. An­schließend gab Kassier Klaus Uhrmann sei­nen Bericht über Einnahmen und Ausgaben des vergan­genen Vereinsjahres ab. Die vorab durchgeführte Kassenprüfung ergab keinerlei Beanstandung und so wurde die Vorstandschaft auf Antrag einstimmig entlastet. Bürgermeister Markus Ackermann über­brachte die besten Wünsche der Stadt und hob beson­ders das Wirken des OGV in Puncto Dorf­verschönerung hervor. Auch die aktive Jugendarbeit mit den „Schrazln“ sei beispielh­aft, betonte Ackermann und bedankte sich im Namen des Stadt­rates für die geleistete Arbeit und das Engage­ments des Obst- und Gartenbauvereins. Anschließen schritt er zusammen mit Gerda Klicker­mann zum schönsten Teil des Abends, der Ehrung langjähriger Mitglieder. Mit dem Ehrenabzeic­hen des Kreisverbandes in Bronze für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Sylvia Engl (Geigant) und Alfred Mühlbauer (Machtesberg) ausgezeichnet. Das Ehrenabzeichen des Kreisverbandes in Sil­ber für 25jährige Mitgliedschaft erhielten: Georg Riederer (Kolmberg), Gabi Bauer (Machtesberg), Kreszenz Plötz (Unterer Roßhof), Markus Feiner, Peter Dankerl (Häuslarn), Johann Kreppold, Xaver Dankerl, Therese Loders und Heidi Rückerl (alle Geigant). Für 40jährige Vereinstreue er­hielten Robert Bernhard, Hans Betz, Georg Gruber, Xaver Höpfl, Josef Lommer, Gottfried Mühlbauer, Gisela Schütz, Maria Uhrmann und Josefine Wild (alle Geigant) die Ehrennadel in Gold. Die anschließende Neuwahl der Vereinsführung ging dank der von Sylvia Engl bereits erwähnten Vorabsuche schnell über die Bühne. Bürgermeister Markus Ackermann und die Kreisfachberaterin für Garten­kultur und Landespflege am Landratsamt Cham, Renate Mühlbauer konnten als Wahlleiter folgendes Ergebnis bekannt geben: Als gleichberechtigte Vorstände führen künftig Bernhard Fischer und Karo Hensler die Geschicke des Vereins. Für den neuen Vorstand Bernhard Fischer rückt Maria Lommer als Beisitzer nach.

Verabschiedung Gerda und langjährige VS-Mitglieder

Geigant (24.04.2016) Die diesjährige Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Geigant im „Alten Haus“ war eine Hommage auf das Wirken der nach 21 Jahren als Vorsitzende zurücktretenden Gerda Klickermann und deren langjähriger treuer Weggefährten in der Vorstandschaft. Schriftführerin Sylvia Engl, Bürgermeister Markus Ackermann und die Kreisfachberaterin für Gartenkul­tur und Landespflege am Landratsamt Cham, Renate Mühlbauer, würdigten unisono das Schaffen von Gerda Klickermann nach 21 Jahren als Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Geigant. Dieses war geprägt unglaublich vielen Aktivitäten voller Leidenschaft und Herzblut. Dabei hat die Gerda ihre eigene Leidenschaft weitergegeben und ihre Mitstreiter für Neues begeistern können. So etwa die Einbindung des Nachwuchses durch die „Erschaffung“ der Schrazln bei denen sie zur geliebten „Schrazlmama“ wurde. Renate Mühlbauer überbrachte neben einer Ehrenurkunde des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Cham auch die besten Grüße von Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler in seiner Funktion als Vorsitzender des Kreisverbandes.

In ihrer Laudatio erwähnte auch Mühlbauer, dass in den 21 Jahren, die Gerda Klickermann an der Spitze des mitgliederstärksten Vereins im Teilbereich Waldmünchen stand, viele Aktivitäten entwickelt hat. Legendär wurde dabei der Blumenball. Ebenso wurden durch ihr Engagement die Schrazln zu einer der emsigsten und ambitioniertesten Kindergruppen im Kreisverband. Die wertvolle ehrenamtliche Arbeit von Gerda Klickermann verdient höchste Anerkennung, stellte Mühlbauer fest und fuhr fort, dass diese auch überregionalen Leistungen 2011 vom Bezirksverband der Oberpfalz mit der Ehrennadel in Silber gewürdigt wurden. Wie die Laudatorin hervorhob, gilt Gerda Klickermann von Seiten des Kreisverbandes für deren ununterbrochenen zehnjährigen treuen Dienste als Beirat der Verbandsleitung ein aufrichtiger Dank.

Durch ihren persönlichen Einsatz bei der Umsetzung der Verbandsziele mit landeskultureller Bedeutung hat sie einen wertvollen Beitrag zur Heimat- und Traditionspflege sowie der Förderung der Gartenkultur geleistet. Wie Renate Mühlbauer abschließend hervorhob, hat Gerda Klickermann auch ihre persönliche Hochschätzung. Ihre Höflichkeit, ihr Optimismus, ihre Bescheidenheit und ihre stete Hilfsbereitschaft sind vorbildlich. Für diese immer niveauvolle Zusammenarbeit bedankte sich die Fachberaterin bei der scheidenden OGV Vorsitzenden und bei allen Vorstandsmitgliedern. Anschließen schritt Gerda Klickermann zu ihrer letzten Amtshandlung als 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Geigant - der Verabschiedung langjähriger Vorstandschaftsmitglieder des OGV Geigant.

Egon Wittmann (Beisitzer von 1987, ab 1995 Kassenprüfer bis 2015), Maria Schichl (Beisitzer, 28 Jahr lang von 1987 – 2015), Alois Ederer (Vorstandsmitglied von 2007 bis 2016), Angela Bauer (25 Jahre Mitglied in der Vorstandschaft ab 1991), Fanny Lommer (37 Jahre in der Vorstandschaft ab 1979). Bereits im letzten Jahr wurde Heinrich Böhm verabschiedet (2. Kassier von 1995 bis 1999 ab dann 1. Kassier bis 2015). Wie beliebt Gerda Klickermann beim OGV war und ist, zeigte sich am Ende der Versammlung. In einem emotionellem scheidenden Auftritt marschierte die komplette aktuelle Vorstandschaft auf und überreichte ihrer ausscheidenden Vorsitzenden persönlich je ein paar langstieliger Rosen, mit dem Wunsch, dass diese auch weiterhin dem Verein mit Rat und Tat zu Seite stehe, auch wenn es nicht mehr innerhalb der Vorstandschaft ist.

Blumenball 2016

Geigant (01.02.2016) Ein kleiner Schrazl-Kobold entdeckte im Schwarzholz unter einem Baum ein Telefon. Neugierig schaute er sich dieses an. „Merkwür­dig“, dachte er, „ein seltsamer Platz für ein Telefon“. Plötzlich kam ihm ein lustiger Einfall. Er be­schloss seine Freunde im Geiganter Gartenland anzuru­fen. Er tippte auf den Tasten herum und als er die letzte Nummer gewählt hatte meldete sich eine liebliche Stimme am anderen Ende: „Garten­land, Gartenkönigin Gerda!“ Der Kobold konnte es gar nicht fassen. Er war mit der Gartenkönigin verbunden. „Hallo! Was macht den ihr OGVler?“ fragte er. „Wir sind auf dem Blumenball.“ kam die Antwort. Der Kobold konnte es kaum glauben. Jetzt, mitten im tiefsten Winter Blumen? Also schaute er selbst vorbei, im Ballsaal des Gasthauses Uhrmann. Und was er da sah wahr überwältigend. Blumen und Zierbäum­chen brachten das früh­lingshafteste Grün in den Saal. Lauter gut gelaunte und tanzende Menschen, wohin er auch blickte. Dazu eine schmissige Musik, die selbst den kauzigen Kobold zu rhythmi­schen Zuckungen hinriss. Also beschloss der kleine Gnom diesen fetzigen Klängen der Band „Grenzlan­d-Trio“ aus Stachesried noch etwas zuzuhören. Am Ende war er einer der Letzten die den Heimweg an­traten. Im Gepäck hatte er dann auch noch einige der wunderschö­nen Blumen, die es bei der großen Tombola des OGV zu gewinnen gegeben hatte und er nahm sich fest vor, diesen blumigen Ball nächstes Jahr wieder zu besuchen.

Vereinsausflug 2015

Geigant (13.09.2015) Bereits im 19. Jahrhundert wurden in Schulgärten von Lehrern den Kindern im Gartenbau praktischer Unterricht erteilt. Es war sozusagen die Entstehungt der heutigen Obst- und Gartenbauvereine, doch man zog Gemüse nicht zum Spaß, sondern aus schlichtem Hunger. Pilsen ist die viertgrößte Stadt der Tschechischen Republik. Seit dem Mittelalter wird in dieser Stadt das Pilsener gebraut. Die Tradition der Bierbrauerei beginnt in Pilsen bereits mit der Gründung der Stadt im Jahre 1295, als König Wenzel II. zweihundertsechzig Pilsner Bürgerhäusern das Braurecht einräumte. Beim Vereinsausflug des OGV Geigant nach Pilsen traf somit Tradition auf Tradition. Nach der Ankunft in Pilsen wurde natürlich gleich die berühmte Pilsener Brauerei besucht. Ein kompetenter und sehr freundlicher Führer zeigte den geschichtsinteressierten Hobbygartlern zur Einführung ein Brauereimodell vom Ende des 19. Jahrhunderts. Anschließend ging es zur Besichtigung des Orginals. So konnte die illustre Truppe der Geiganter ein Sudhaus aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und die historischen Keller bewundern. Sie sahen die neue Abfüllanlage, die bis zu 120.000 Flaschen pro Stunde befüllen kann, sowie „das Herz der Brauerei“, das moderne Sudhaus aus dem Jahr 2004. Abgeschlossen wurde dieser interessante Rundgang durch die Geschichte der Braukunst mit einer kleinen Brotzeit. Weiter führte der Ausflug die OGVler zur Altstadt von Pilsen. Die Mitte des historischen Stadtkerns wird von einem großen Stadtplatz gebildet, der zu den größten Stadtplätzen nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern in ganz Europa zählt. Hier pulsiert das Herz der Stadt. Der Platz ist ein natürliches Zentrum für Kulturereignisse, Feiern und Märkte. Am Platz dominiert die St-Bartholomäus-Kathedrale und zu den weiteren Wahrzeichen gehören auch eine Pestsäule aus dem 17. Jahrhundert und drei moderne goldene Brunnen. Nicht zu vergessen, das Rathaus (Gruppenbild), ein Renaissance-Juwel. Es wurde nach den Plänen des italienischen Baumeisters Giovanni de Statia im Jahre 1558 erbaut. Das Gebäude ist mit Graffiti geziert, die böhmische Herrscher und das Stadtwappen abbilden. Alle Sehenswürdigkeiten aufzuführen würde den Rahmen des Berichts sprengen. Erwähnenswehrt sei hier nur noch die tolle Renovierung des Stadtkerns, die ganz ohne "Soli" bewerkstelligt wurde. Doch aussehalb des Zentrums hat sich seit der Grenzöffnung nur wenig getan. Nicht wenige sondern viele Eindrücke nahmen die Geiganter von ihrem Vereinsausflug mit nach hause und sie waren sich unisono einig: Pilsen war und ist eine Reise wert.

Vorstandschaftswahl 2015

Bei der Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins stand auch die Neu­wahl der Vorstand­schaft auf dem Programm. Diese erbrachte unter der Leitung von Bürgermeister Markus Ackermann folgendes Ergeb­nis: 1. Vorsitzen­de: Gerda Klickermann (mit Einverständnis der wahlberechtigten Mitglieder kommissarisch für ein Jahr), 2. Vorsitzender: Georg Zilker, Kassier: Klaus Uhrmann, Schriftfüh­rer: Sylvia Engl, Kassenprüfer: Luitpold Bauer und Franziska Gruber, Beisitzer: Marianne Nagler, Walter Rückerl, Maria Brey, Ingrid Gschwendtner, Bernhard Fi­scher, Franziska Lommer, Angela Bauer, Birgit Stautner.

Hauptversammlung 2015

Zur Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins im „Alten Haus“ in Geigant, konnte die 1. Vor­sitzende Gerda Klickermann für das vergangene Jahr eine äußerst positive Bilanz ziehen. Vorab aller­dings ging ein besonderer Gruß an den Vertreter der Stadt Waldmünchen, Bürgermeister Mar­kus Ackermann. Nach ei­ner Gedenkminute für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder ließ Gerda Klicker­mann dass Jahr 2014 Revue passieren, wobei sie besonders auf das beispielhafte En­gagement der Jugendbetreuerinnen bei der Arbeit mit den „Schrazln“ hinwies. Ihr Tätigkeitsbe­richt zeigte dann auch auf, dass dass das Lob durchaus seine Berechtigung hatte. So bastelten die Buben und Mädchen im Alter von drei bis 13 Jahren Kräuterbuschen, Gipsgespenster für Halloween und Weihnachtskarten. Zudem bemalten sie Bretter für den Zaun am Spielplatz, wobei ihnen Georg Zilker und Alois Ederer halfen, diese auch fachgerecht anzubringen. Es folgte das traditio­nelle Ostereiersuchen. Da sich der Os­terhase, wie gehabt, nicht lumpen gelassen hat, kam dabei auch kei­ner zu kurz.

Die Aktivitäten der „Großen“ im abgelaufenen Vereinsjahr begann mit dem „Blumenball“ und der Teilnahme am Dorfschießen der „Ritterschützen“. Natürlich fanden sich auch wieder einige Frauen zum Girlandenbinden für den Osterbrunnen bei Rosmarie und Georg Zilker ein und auch beim Schmücken des Brunnens waren viele fleißige Hände im Einsatz. Die traditionelle Ostermontagswanderung fiel wegen des Dauerregens buchstäblich ins Wasser, aber eine gemütliche Einkehr im Dorfwirtshaus förderte trotzdem die Geselligkeit. Es folgte eine Maian­dacht in der Balbersdorfer Kirche. Diese wurde von der Veeh-Harfengruppe musikalisch umrahmt. Im Juli stand die Wanderung zum Lindenblütenfest nach Häuslarn auf dem Programm und im August segnete Pfarrer Prince bei einer kleinen Feldmesse die Anlage im „Heiligen Land“, wo Bernhard Fischer und Georg Zilker für Johann Mühlbauer, Horst Deml und Marianne Daschner neue Totenbretter aufgestellt hatten. Ebenfalls im August führte der Vereinsausflug die OGV`ler nach München. Hier wurde der Flughafen besichtigt und das „Sea Life“ besucht, welches bei den Erwachsenen, wie beiden Kindern gleichermaßen große Begeisterung auslöste. Bei der Dorfweihnacht war der OGV dann mit einem Fischspezialitätenstand vertreten. Zudem gab es Kaffee, Plätzchen, Pralinen und nicht zu vergessen, das begehrte Hirtengulasch von Georg Zilker. Zum Abschluss betonte Gerda Klickermann, dass ihr die Zusammenarbeit mit der Schule persönlich viel Spaß und Freude bereite. So habe sie unter anderem zusammen mit Georg Zilker mit den Kindern Brombeeren gepflanzt, war mit den Eleven beim Pizzabacken und beim Apfelsaftpressen.

An­schließend gab Kassier Heinrich Böhm sei­nen Bericht über Einnahmen und Ausgaben des vergan­genen Vereinsjahres ab. Die vorab durchgeführte Kassenprüfung ergab keinerlei Beanstandung und so wurde die Vorstandschaft auf Antrag einstimmig entlastet. Bürgermeister Markus Ackermann über­brachte die besten Wünsche der Stadt und hob beson­ders das Wirken des OGV in Puncto Dorf­verschönerung hervor. Auch die aktive Jugendarbeit mit den „Schrazln“ sei beispielh­aft, betonte Ackermann und bedankte sich im Namen des Stadt­rates für die geleistete Arbeit und das Engage­ments des Obst- und Gartenbauvereins. Anschließend schritt er zusammen mit Gerda Klicker­mann zum schönsten Teil des Abends, der Ehrung langjähriger Mitglieder.

Mit dem Ehrenabzeic­hen des Kreisverbandes in Bronze für 15jährige Mitgliedschaft wurde Herbert Schichl ausgezeichnet. Das Ehrenab­zeichen des Kreisverbandes in Sil­ber für 25jährige Mitgliedschaft erhielten: Edeltraud Wild und Max Schütz. Für 40jährige Vereinstreue konnten Bürgermeister Markus Ackermann und Gerda Klickermann die Ehrennadel in Gold folgenden Mitgliedern überreichen: Egid Bauer, Rudolf Bernhard, Max Eckert, Johann Ederer, Josef Klebl, Reinhold Schall, Johann Wutz, Agnes Bücherl, Cäcilia Lommer und Marianne Lommer. Die Ehrennadel des Kreisverbandes mit Kranz erhielt Ernst Kreitinger. Bereits 40 Jahre in der Vorstands­chaft tätig, davon 32 Jahre als Schriftführerin, war Marianne Nagler. Sie erhielt dafür die Ehrennadel mit Kranz am Bande.

Blumenball 2015

Geigant (18.01.2015) Über einen gelungenen Start in die Geiganter Faschingssaison konnte sich der Obst- und Gartenbauver­ein freuen. Dabei war es nicht das alte Haus von Rocky Docky in dem der Bär tobte sondern das „Alte Haus“ in Geigant. Und dieses zitterte ebenso wenig wie es bebte. Vielmehr sorgten die herrlichen Blumenarrangements im Saal des Gasthauses Uhrmann wie­der für das unver­wechselbare Flair des OGV-Blumenballs. Die Musiker der Band „Grenzlan­d-Trio“ aus Stachesried taten dazu das Ihrige. Sie sorgten da capo mit fetzigem Reper­toire dafür, dass schnell jedem klar wurde, dass es sich bei der freien Fläche in der Saalmitte nicht um einen Hubschrauber­landeplatz im Dschungel Brasiliens handelte, sondern diese als Tanzboden gedacht war. Emsig wie die Bienen schwan­gen die Ballbesucher dann auch sogleich das Tanzbein, schwebten el­fengleich übers Parkett oder legten eine solch flotte Sohle hin, dass die Socken qualmten. Ein mit Span­nung erwarteter Höhepunkt war wie immer die Preisverteilung der großen Blumen- und Sachprei­stombola. Am Ende gingen alle nicht nur mit einem schönen Preis im Gepäck nach Hause sondern auch mit dem Vorhaben im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Heiliges Land

In früheren Zeiten machte man mit einem Leichnam wenig Umstände. Man wickelte ihn nach ural­ter Sitte in ein Leinentuch, nähte dies zusammen und legte ihn auf ein Brett, auf welchem er zu Grab gebracht wurde. Dort ließ man sie auf dem Brett ins Grab hinunter, löste die Fesseln und zog dieses wieder hoch, so das der Leichnam langsam von seiner Unterlage auf den Grabboden rutschte. Heute dient das Totenbrett nicht mehr dem Aufbahren und Grablegen. Es wird eigens zum Anden­ken der Toten angefertigt und an besonders geeigneten Orten aufgestellt. Einen dieser geeigneten Orte findet man auch in Geigant. Etwa 500 Meter vom Ortsende, in Richtung Machtesberg, liegt auf der rechten Seite das „Heilige Land“ des Obst- und Gartenbauvereins Geigant. Hier hat der OGV eine wohl einmaligen Anlage zu Ehren seiner verstorbenen Mitglieder geschaffen.

Im Schatten der Bäume, umrahmt von künstlerisch gestalteten Totenbrettern, steht ein imponierendes Kreuz. Dazu schnitzte Martin Bösl eine wunderschö­ne Madonna die auf einem von Rudolf Lankes angefertigten Beton­sockel steht und zu einem weiteren Anziehungspunkt wurde. Organisiert von Bernhard Fi­scher und mit tatkräftiger Unterstützung von Georg Zilker kamen nun zu den bereits 16 vorhandenen Brettern noch die Gedenkbretter für die verstorbenen Mitglieder Johann Mühlbauer(+22.09.2011), Horst Deml (+25.05.2012) und Marianne Daschner (+18.03.2013) hinzu. Diese wurden bei einer kleinen Feldmesse unter großer Beteiligung am Freitag von Pfarrer Prince P.D. Feierlich gesegnet.

Blumenball 2014

Über einen gelungenen Start in die Geiganter Faschingssaison konnte sich der Obst- und Gartenbauverein bei seinem „Blumenball“ freuen. Erstmals im Saal des Gasthauses Uhrmann abgehalten, schwangen die Ballbesucher das Tanzbein bis hin zum „Wadlkrampf“. Der Auftritt eines Pseudobauchredners mit seiner „Aqualine“ und eine kurze Werbeeinblendung mit einem völlig überforderten Präsentator waren dabei eine willkommene Erholungsphase für die fleißigen Tänzer. Zudem hatte das Team um Gerda Klickermann alle Register gezogen, um dem Namen ihres „Blumenballs“ wieder alle Ehre zu machen. Die herrlichen Blumenarrangements wa­ren eine reine Augenweide und verbrei­teten wie­der ein unverwechselbares Flair. Kein Wunder, dass bei diesem blumigen Ambiente auch die Stimmung schnell in „voller Blüte“ stand. Die Musiker der Band „Grenzlan­d-Trio“ aus Stachesried taten dazu das Ihrige. Sie sorgten da capo mit fetzigem Reper­toire dafür, dass keiner gerne nach hause wollte. Ein mit Spannung erwarteter Höhepunkt war wie immer die Preisverteilung der großen Blumen- und Sachprei­stombola. Am Ende gingen dann doch noch alle nicht nur mit einem schönen Preis im Gepäck nach Hause sondern auch mit dem Vorhaben, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Schrazlausflug 2013

Schrazln und Drachen sind bekanntlich Fabelwesen. Fabelwesen sind Geschöpfe, deren äußere Er­scheinung durch die Phantasie der Menschen geprägt ist und deren Existenz nicht belegt werden kann. Während Drachen Angst und Schrecken verbreiten, sind Schrazln recht lustige, aber auch schelmische Gestalten. Die Schrazln des OGV Geigant dagegen sind fabelhafte Wesen deren Exis­tenz schon alleine durch ihr Engagement fürs Garteln und die Natur mit ihrer Pflanzen- und Tier­welt fast täglich bewiesen wird. So war es naheliegend, den diesjährigen Schrazlausflug mit dem Besuchen eines „echten“ Fabelwesens und eines Naturparadieses zu verbinden. Beides gibt es ganz in der Nähe, nämlich in der „Drachenstichstadt“ Furth im Wald. Seit mehr als 500 Jahren wird dort der Drache gestochen. Indes die ersten dieser Untiere eher einer Kuh oder Eidechse glichen, ist der neue Drache ein imposantes High-Tech-Monster, das fast lebendig wirkt. Mit den gewaltigen Aus­maßen von 4,5 Meter Höhe, 15,5 Meter Länge, 3,8 Meter Breite, 12 Meter Flügelspannweite und einem Gewicht von 11 Tonnen ist er im Guinessbuch der Rekorde eingetragen. Die meiste Zeit über „schläft“ das feuerspeiende Ungetüm in seiner Drachenhöhle. Nur wenn er Besuch bekommt regt er sich, rollt mit den Augen und verbreitet ehrfürchtiges Staunen. So auch bei den Geiganter Besuchern. Während die Buben gespannt den Ausführungen des Further „Drachenbändiger“, sprich Höhlenführers, lauschten und jedes technische Detail förmlich aufsogen, fühlten sich die Mädels scheinbar doch nicht so ganz Wohl in der Nähe dieses Ungetüms. Der anschließende Besuch im Wildgarten von Uli Stöckerl traf dann schon eher den Geschmack der Mädchen. Gleich zu Beginn der Führung durch den Chef erlebten die Schrazln, wie man auf lustige Art und Weise Natur erleben kann. Zunächst zeigte er ihnen einen Bienenschaukasten in einem Baumstamm und klärte die Nach­wuchsgärtner über das Leben der Bienen auf. Spannend wurde es, als er die Kinder in seine Erläute­rungen mit einbezog und sie ein Bisamfell streicheln durften. Eines der Mädchen ließ sich sogar ei­ne Ringelnatter um den Hals hängen und wurde für ihren Mut von den anderen ehrfürchtig bestaunt. Interessant fanden die Kinder auf ihrem Rundweg durch den Garten auch eine Herkuleskeule und einen giftigen Riesenbärenklau sowie ein Biotop, in dem in einer Kiste ein Krebs versteckt war. Ganz nebenbei erfuhren sie auch, dass man Brennnesseln roh essen kann. Eine anregende Erkennt­nis, die am Ende des Schrazlausflug mit einer zünftigen Brotzeit gleich in die Tat umgesetzt wurde.

Hauptversammlung 2013

Zur Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Geigant, konnte die 1. Vor­sitzende Gerda Klicker­mann für das vergangene Jahr eine äußerst positive Bilanz ziehen. Vorab allerdings ging ein beson­derer Gruß an den Vertreter der Stadt Wald­münchen, Bürgermeister Markus Ackermann und an die Kreisfachberaterin für Garten­kultur und Landespflege am Landratsamt Cham, Renate Mühlbauer. Nach ei­ner Gedenkmi­nute für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder zog Gerda Klicker­mann eine kurze Bilanz über das Vereinsgeschehen seit der letzten Hauptversammlung 2012. Am 1. Juni wanderte eine starke Gruppe nach Häuslarn zum Lindenblütenfest, wo diese wie immer bestens versorgt wurde. Im Juli besuchten einige Mitglieder eine Ausstellung über Kräuter in Neusath-Per­schen und war dort auch mit einem Stand über Gewürzmischungen vertreten.der Vereinsausflug im selben Monat führte zum Baumwipfelweg nach Neuschönau. Der Aufstieg war trotzt der Höhe mehr ein gemütlicher Sparziergang und die Aussicht grandios. Im Oktober ging es auf Schusters Rappen über den Waldhof nach Sinzendorf und Beckenhöhle. Im Dezember beteiligte sich der OGV mit einer Fisch- und einer Süßigkeitenbude an der Geiganter Dorfweihnacht. Außerdem verkaufte Georg Zilker sein auf nostalgischem Ofen zubereitetes Hirtengulasch. An dieser Stelle bedankte sich die Vorsitzende bei allen Helfern, die das ganze Jahr über mit vollem Einsatz für den OGV tätig waren. Im vollen Einsatz waren die Hobbygärtner dann auch im Januar bei ihrem beliebten Blu­menball, der 2013 wohl zum letzten mal im Gasthaus Wild stattfand und beim Dorfschießen der „Ritterschützen“. Beim Gartenpflegekurs machten auch heuer wieder etliche Vereinsmitglieder. Ebenso zahlreich vertreten diese beim schmücken des Osterbrunnens und beim Ostereiersuchen am Ostermontag in Machtesberg. Dass die Nachwuchs­arbeit beim OGV einen besonderen Stel­lenwert genießt, zeigte der anschließende Bericht der Vorsitzenden über die Arbeit mit der Schrazlgrup­pe. Dieser reichte von Spielenachmittagen über die gemeinsame Gestaltung des Spielplatzes, bis zu ge­meinsamen Bastelstunden. Es wurden Bretter für den Zaun am Spielplatz bemalt, Vogeltreppen gezimmert, getöpfert und Kräutergärten angelegt. Zudem besuchten der Nachwuchs das Trenckmuseum in Waldmünchen. Anschließend gab Kas­sier Heinrich Böhm seinen Bericht über Einnahmen und Ausgaben des vergan­genen Vereinsjahres ab. Die vorab durch­geführte Kassenprüfung ergab keinerlei Beanstan­dung und so wurde er auf An­trag einstim­mig entlastet. Bürgermeister Markus Ackermann würdigte insbesondere das Wirken des OGV Geigant in Puncto Dorfverschö­nerung, Friedhof- und Kapellenpflege, sowie die Instandhaltung der Wanderwege sowie die Mithilfe bei der Pflege öffentlicher Plätze und das Aufstellen von Rastbänken hervor. Anschließen schritt er zusammen mit Gerda Klickermann und Renate Mühlbauer zum schönsten Teil des Abends, der Ehrung lang­jähriger Mitglieder. Das Ehrenabzeichen des Kreisverbandes für 15jährige Mitgliedschaft erhielten: Peter Bart, Christiane Er­hard, Werner Greil, Martina Grella, Gerhard Heidinger, Fridolin Mühlbauer, Anna Neumeier, Hel­mut Niedung, Sabine Robl, Johann Betz, Maria Brey, Maria Brückl, Roswitha Dirnberger, Josef Ederer, Eleonore Fischer, Johanna Höpfl, Paul Kraus, Xaver Kraus, Josef Leisner, Anna Malterer, Elisabeth Mühlbauer, Therese Pangratz, Marianne Pfaffl, Adelheid Rampf, Johann Riederer, Alois Schütz, Petra Turban, Josef Wagner, Siegfried Wagner, Maria Windmeißer, Egon Wittmann, Stefan Wutz, Rosemarie Zilker. Mit dem Ehrenabzeichen des Kreisverbandes in Gold für 40jährige Mit­gliedschaft wurde Georg Ederer ausgezeichnet. Am Ende der Hauptversammlung gab Gerda Klickermann noch drei bereits feststehende Termine bekannt. So findet die diesjährige Maiandacht am 5. Mai in der Geiganter Pfarrkirche statt. Am 23. Juni nimmt der OGV an den Feierlichkeiten zum 40jährigen Bestehen des Kreisverbandes Cham in Neukirchen Hl. Blut teil und der Vereinsaus­flug führt am 28. Juli zur Gartenschau nach Tirschenreuth. Weitere Termine werden zu gegebener Zeit in der Tagespresse bekannt gegeben.

Blumenball 2013

Und dräut der Winter noch so sehr mit trotzigen Gebärden; und streut er Eis und Schnee umher, es muss doch Frühling werden. Diese Anfangszeilen eines Liedes von Emmanuel Geibel (1815-1884) bestätigen sich Jahr für Jahr beim traditionellen Blumenball des Obst- und Gartenbauvereins Geigant. Die herrlichen Blumenarrangements aus der großen Blumen- und Sachpreistom­bola mit über 400 Ge­winnen waren einmal mehr eine reine Augenweide und ließen den Saal des Gasthauses Wild in früh­lingshafter Blütenpracht erstrahlen. Blüten und Grünpflanzen erfreuten nicht nur das Auge, sondern der unverwechselbare Frühlingsduft der zahllosen Blüten er­weckte bei so manchen vorzeitig Frühlingsge­fühle. Einmal zum Blumenball, davon träumt so man­ches Gemüse. Doch zwischen all der Blütenpracht können Blumenkohl und Karotte ganz schön blass aussehen. Ganz und gar nicht blass sah dagegen das „junge Gemüse“ der Mädels der SV-Tanz­gruppe bei ihren beiden fetzigen Auftritten aus. Mit einer astreinen Dar­bietung begeisterten die „SV-Girls“ jung und alt. Zudem waren sie eine reine Augenweide, die keinen Vergleich mit jeglicher Blüten­pracht zu scheuen brauchte und ließen mit ihrer frischen Art das Stim­mungsbarometer in beträcht­liche Höhen steigen. Die Musiker der Band „Grenzlan­d-Trio“ aus Stachesried taten dazu das ihrige. Sie pflegten ge­konnt die ersten aufkeimenden Tanzversuche, düngten“ sie mit schmissiger Musik und bereiteten so den richtigen Nährboden für richtig dufte Stimmung beim wohl „wohlriechendsten“ Ball des Jahres.

Ehrenamtskarte

Bürgerschaftliches Engagement ist für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft von zentraler Be­deutung. Ohne die Mitwirkung seiner Bürgerinnen und Bürger wäre der Staat nicht in der Lage, die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu lösen. Nach den Feststel­lungen des Freiwilligen-Surveys aus dem Jahr 2004 sind 37 % der Bundesbürger ab dem 14. Le­bensjahr bürgerschaftlich engagiert. Unter Zugrundelegung dieser Erhebung üben im Landkreis Cham mehr als 34.000 Menschen ein Ehrenamt aus. Das ist mehr als bemerkenswert und mehr als erfreulich, vor allem auch, weil es nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann.

Bisher konnte den Freiwilligen nur mit Worten, Auszeichnungen oder besonderen Aktionen gedankt wer­den. In Zukunft soll die Wertschätzung ihrer Arbeit ergänzt werden. Zusammen mit dem Bayeri­schen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen wurde im Landkreis Cham in einem dreijährigen Modellversuch den Ehrenamtlichen eine Ehrenamtskarte in die Hand geben, mit der sie im täglichen Gebrauch verschiedene Vergünstigungen und Ermäßigungen für sich in Anspruch nehmen können. So steht es in der Homepage des Landratsamtes Cham unter der Ru­brik Ehrenamt.

In Pemfling erhielten jetzt wieder etwa 150 verdiente Ehrenamtliche die Ehrenamts­karte aus den Händen von Landrat Franz Löffler.

Unter diesen auch Angela Bauer, Franziska Gru­ber, Franziska Lommer, Gerda Klickermann, Maria Schichl, Luitpold Bauer und Alois Ederer vom Obst- und Gartenbauverein Geigant, sowie Hannelore Koch vom Seniorenbeirat Waldmünchen.

Das "Regental Gsangl" sorgte bei der Ehrenamtskartenausgabe den musikalischen Rahmen, Landrat Franz Löffler, MdB Karl Holmeier und die Bürgermeister Hugo Bauer und Franz Haberl hielten die Lobreden auf das Bürgerschaftliche Engagement im Allgemeinen und die Anwesenden im Besonde­ren.

Ausflug 2012

In der Regel befassen sich die Hobbygärtner des Geiganter Obst- und Gartenbauvereins mehr mit der Fauna und Flora in Bodennähe. Wenn es hoch kommt, werden schon mal Sträucher und Obstbäume zu­geschnitten. Doch, wie sieht es eigentlich in den luftigen Höhen der Baumriesen aus? Um dieser Frage auf den Grund oder besser in Augenhöhe zu gehen, führte der diesjährige Vereinsausflug der OGVler zum Baumwipfelpfad nach Neuschönau im Nationalpark Bayerischer Wald. Die 46 gestandenen Gartler samt den sechs Schrazln waren schon bei der Ansicht des 1300 Meter langen Stegs vom Boden aus be­geistert und konnten es kaum erwarten diesen auch zu begehen. Ihre Erwartungen wurden dann auch voll erfüllt. Mit jedem Höhenmeter den sie erklommen tat sich den Geiganter eine neue Perspektive auf. Vom Stammbereich bis hinauf über die Kronen erleben sie unzählige Lebensfor­men, von Moosen und Insekten bis zu Kleintieren und Vögeln in scheinbar unberührter Natur. Für junge und junggebliebene Besucher mit großer Abenteuerlust gab es auf dem Weg nach oben drei Erlebnissta­tionen mit Seil- und Wackelbrücken, Trapezen und Balancierbalken. Der Höhepunkt des Pfa­des war im wahrsten Sinne des Wortes der 44 Meter hohe Baumturm.der über drei uralte und mächtige, bis zu 38m hohen Tannen und Buchen gebaut wurde. Auf Plattform angekommen wurden die Ausflügler mit einem Ausblick belohnt der Seinesgleichen sucht. Auch wenn an diesem Tag die Sicht nicht ganz so gut war, fanden es alle zau­berhaft. Zauberhaft im wahrsten Sinne des Wortes wurde es dann auf der Heimfahrt bei einem Zwi­schenstopp beim Zauberer Waltini. Dieser lies die Geiganter Besucher aktiv an seiner Ma­gie teilhaben und lockerte alles als Bauchredner mit seiner Puppe „Sir James“ auf. Wie er be­reits zu Be­ginn seiner Vorstellung erklärte, gäbe er keine Garantie, dass die Augen der Besucher trocken bleiben. Abgesehen von den Lachtränen blieben die Reisenden aber während ihres gesamten Ausflugs trocken, denn es reg­nete eigentlich nur dann, wenn alle im Bus saßen.

Zaunkönige

Die Entwicklung der kleinen Raupe Nimmersatt zum Schmetterling kennt jedes Kind. Die Metamorphos­e der OGV Schrazln zu Zaunkönigen dagegen ist weitgehend unbekannt und dürfte sich so nur in Geigant zugetragen haben. Die Umwandlung der künstlerisch kreativen Schrazln zu handwerk­lich soliden Zaun­königen begann bei der Spielplatzeröffnung im vergangenen Jahr mit der fantasievol­len Bemalung von Brettern und endete am Samstag mit der Fertigstellung eines Zierzauns am Spiel­platzgelände. Da wurde unter Anleitung und Mithilfe von Gerda Klickermann, Alois Ederer, Heinrich Böhm, Bernhard Stangl und Georg Zilker gemessen, gebohrt und geschraubt bis die neue Zierde am Spielplatz vollendet war. Ein Werk, dass sich sehen lassen kann und mit dem sich die Schrazln zu Zaunkönigen krönten.

 

 

Hauptversammlung 2012

Zur Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins im „Alten Haus“ in Geigant, konnte die 1. Vor­sitzende Gerda Klickermann für das vergangene Jahr eine äußerst positive Bilanz ziehen. Vorab aller­dings ging ein besonderer Gruß an den Vertreter der Stadt Waldmünchen, Vizebürgermeister Jo­sef Brückl. Nach ei­ner Gedenkminute für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder ließ Gerda Klicker­mann dass Jahr 2011 Revue passieren, wobei sie besonders auf das beispielhafte En­gagement der Jugendbetreuerinnen bei der Arbeit mit den „Schrazln“ hinwies. Der Tätigkeitsbericht der Jugendbe­auftragten Pia Klickermann zeigte dann auch auf, dass dass das Lob der Vorsitzenden durchaus seine Berechtigung hatte. So bemalten die Buben und Mädchen im Alter von drei bis 13 Jahren die Ostereier für den Osterbrunnen und halfen auch beim Schmücken. Es folgte das traditio­nelle Ostereiersuchen. Da sich der Os­terhase auch heuer nicht lumpen gelassen hat, kam auch kei­ner zu kurz. Beim Spielplatzfest wurden die Bretter für den neuen Zaun bemalt und im Herbst bas­telten die Schrazln bunte Handdrachen. Im neuen Jahr waren die „Schrazln“ bereits wieder aktiv. Das Ostereiersuchen und der Bau von Futterhäuschen, sowie der informative Besuch der Geiganter Entsäuerungsanlage am Tag des Wassers werden so auch sicher nicht die letzten Akti­vitäten für 2012 gewesen sein. Über die Aktivitäten der „Großen“ im abgelaufenen Vereinsjahr berichte­te Ger­da Klickermann. Dieses begann mit dem „Blumenball“ und der Teilnahme am Dorfschießen der „Ritterschützen“. Auf Anregung von Marianne Nagler wurde zum ersten Mal ein Osterbrunnen ge­staltet. Bernhard Fischer hat dazu ein Gestell konstruiert, das leicht anzu­bringen und wieder zu entfer­nen ist und Alois Ederer hat dazu heuer noch ein Kreuz angefertigt. Die Schrazln haben für diesen Zweck fleißig Ostereier bemalt und die OGV Damen mit emsigen Händen Girlanden gebunden. Der traditionelle Ostermontagswanderung folgte zusammen mit den Sinzendorfern eine Wanderung zur Maiandacht am Bleschenberg Dem Ziel, den Spielplatz in Geigant zu verschönern, kam der Obst- und Gartenbau­verein mit dem Bau eines Pavillons wieder einen Schritt näher. Nachdem der städtische Bau­hof das Fun­dament gesetzt hatte und fleißige Helfer den Rohbau samt Dachkonstruktion fertig­stellten, machten sich Alois Ederer, Heinrich Böhm, Georg Schwarz und Christian Pangratz daran, das Ver­bundpflaster für den Boden zu verlegen. Die hierfür benötigten Platten wurden auf Anfrage von Bern­hard Stangl von der Firma Zitzmann kosten­los zur Verfügung gestellt. Das Schotter-Sand-Gemisch spendete die Baufirma Egon Mühlbauer. Zum Schluss bewiesen Josef Mühlbauer und Horst Deml ihr Können als Dachde­cker und Georg Zilker sorgte mit seinem Rasenmäherbulldog für ein gepflegtes Drumherum, das man von der von Josef Schütz spendierten massiven Bankgarnitur aus in aller Ruhe bewundern kann. 

Der Vereinsaus­flug führ­te ins Fichtelgebirge zu Europas größtem Felsenlabyrinth mit der Luisen­burg. Bei der etwa zweistündigen Wanderung durch das Luisenburg-Felsenlabyrint zwängten sich die Geiganter durch schmale Felsenschluchten und kamen aus dem Staunen schier nicht mehr heraus. Auch die Kinder hatten an der Kletterei durch die verwinkelten Felsen ihre Freu­de. Noch mehr Spaß aber hatten die „Schrazln“ als Busfahrer Josef Kussinger auf der Heim­fahrt ei­ne Sommerrodelbahn ansteuerte. Im Herbst machten sich 30 wackere OGVler auf, um auf „Schus­ters Rappen“ die Schönheiten der Natur von Geigant bis Balbersdorf zu erkunden. Zum Jahresab­schluss haben dann Rudolf Lankes und Georg Zilker den Christbaum vor der Kirche aufgestellt. Mit der Vorstellung des Programms für 2012 beendete Gerda Klickermann ihre Aufführungen. An­schließend gab Kassier Heinrich Böhm sei­nen Bericht über Einnahmen und Ausgaben des vergang­enen Vereinsjahres ab. Die vorab durchgeführte Kassenprüfung ergab keinerlei Beanstandung und so wurde die Vorstandschaft auf Antrag einstimmig entlastet. Vizebürgermeister Josef Brückl über­brachte die besten Wünsche der Stadt und hob beson­ders das Wirken des OGV in Puncto Dorfvers­chönerung, Friedhof- und Kapellenpflege, sowie die In­standhaltung der Wanderwege und das Auf­stellen von Rastbänken sowie hervor. Auch die aktive Jugendarbeit mit den „Schrazln“ sei beispiel­haft, betonte Brückl und bedankte sich im Namen des Stadt­rates für die geleistete Arbeit und das Engagements des Obst- und Gartenbauvereins. Anschließen schritt er zusammen mit Gerda Klicker­mann zum schönsten Teil des Abends, der Ehrung langjähriger Mitglieder. Mit dem Ehrenabzeic­hen des Kreisverbandes in Bronze für 15jährige Mitgliedschaft wurden Christa Herbrich, Ka­rola Lenz und Wolfram Reithmeier ausgezeichnet. Für 15 jährige Tätigkeit in der Vereinsleitung wurden Rudolf Lankes, Georg Zilker, Angela Bauer und Heinrich Böhm geehrt. 25 Jahre in der Vorstand­schaft tätig waren Franziska Lommer, Egon Wittmann, Franziska Gruber und Maria Schichl. Das Ehrenab­zeichen des Kreisverbandes in Sil­ber für 25jährige Mitgliedschaft erhielten: Alois Bau­er, Harald Bauer, Anna Böhm, Heinrich Böhm, Johann Brückl, Gottfried Crusilla, Josef Daschner, Alois Ederer, Pauline Ederer, Josef Gruber, Er­win Kienberger, Franz Lindinger, Josef Meier, Johann Meierhofer und Günther Schroller. Für 40jährige Vereinstreue erhielt Johann Ettrich die Ehrennadel in Gold. Bereits seit 50 Jahren halten Josef Falk, Josef Lommer, Martha Mißlinger, Hubert Rückerl, Georg Ruhland und Josef Wagner dem OGV Geigant die Treue. Sie erhielten dafür die Ehrennadel des Kreisverbandes mit Kranz.

 


Ostereiersuche

Des Nachts im Traum auf grünem Rasen, beschenken Paul die Osterhasen. Zwei Eier legen Sie ge­wandt, ihm auf den Arm und unter die Hand. Am Himmel steht der Mond und denkt: Ich werde nicht so schön beschenkt (Christian Morgenstern). Hinterm Baum, unterm Busch, oder doch in der Waschmaschine? Beim Verstecken der bunten Os­terüberraschungen sind dem Einfallsreichtum des Osterhasen bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Beim traditionellen Ostereiersuchen des Obst- und Gartenbauvereins kam das Versteck Wasch­maschine, da ja in freier Natur, nicht in Frage. Aber im großen Garten des Gasthaus Bauer fand Meister Lam­pe genug Möglichkeiten die österlichen Schle­ckereien und vor allem auf die bun­ten Ei­er ein passendes Versteck zu finden. Währenddessen warte­ten un­ten im Tal die OGV-Schrazln schon ganz ungeduldig auf den „Startschuss“ ihrer Schrazl­mamma Gerda zum „Sturm“ auf den Berg. Da war dann die kleine Wanderung nach Mach­tesberg für Groß und Klein ein wahrer Ge(h)nuss und steigerte vor allem die Vorfreude. Am Ziel angekom­men gab es dann kein Halten mehr. Kaum war das Kommando zur Suche ausge­sprochen stürmten alle los um ja die Ersten bei den Objekten der Begierde zu sein. Da sich der Os­terhase auch heuer nicht lumpen gelassen hat, kam keiner zu kurz und es stellte sich höchstens die Frage, ob die diver­sen Behälter, wie Jackenta­schen, Mützen und so weiter für die „Beute“ auch ausreich­ten. Nebenbei stellte sich ganz geflissentlich wieder einmal heraus, dass Ostereiersuchen nicht nur bei Kindern be­liebt ist, sondern auch den Er­wachsenen viel Spaß bereitet. Eine gemütliche Ein­kehr bei Kakao, Kaffee und Kuchen rundete dann einen gelungenen Nachmittag für alle perfekt ab.

 

Osterbrunnen 2012

Auf Anregung von Marianne Nagler hat letzte Jahr der Obst- und Gartenbauverein beschlossen, all­jährlich den Brunnen am Kirchplatz für Ostern zu schmücken. Bernhard Fischer hat dazu ein Ge­stell konstruiert, das leicht anzubringen und wieder zu entfernen ist. Dieses wurde heuer von ihm verstärkt, um die im Vorjahr aufgetretenen größeren Schwankungen bei starkem Wind zu vermin­dern. Alois Ederer hat dazu als Abschluss ein Kreuz angefertigt, welches das Gesamtbild des Brun­nens harmonisch abrundet. Einige Schrazln und die OGV Damen haben mit emsigen Händen seit Tagen Girlanden gebunden um am Freitag beim Kirchbrunnen das Werk zu vollenden. So konnten am Palmsonntag die Kirchgänger das neue Schmuckstück des Kirchplatzes in seiner ganzen Pracht bewundern.

 

 

OGV-Ball 2012

Der Obst- und Gartenbauverein verwandelt jedes Jahr mit viel Engagement und Können den Saal im Gasthaus Wild in ein Blumenmeer und heißt die Besucher mit den Vorboten des na­henden Frühlings zum Geiganter Blumenball herzlich willkommen. "Blumen sind das Lächeln der Erde." Ein Blumen­zwiebelmännchen zur Begrüßung für alle Damen, alle Tische mit einem Rosen dekoriert und das herrli­che Blumenarrangements auf der Bühne erhellten schon beim Eintritt in den Saal die Gesichter der Be­sucher. Diese waren an diesem bitterkalten Samstagabend zwar etwas dünn gesät, dafür aber von hand­verlesener Qualität. Kein Wunder, dass bei diesem blumigen Ambiente auch die Stimmung schnell in „voller Blüte“ stand.

Schon nach den ersten Klängen der Vollblutmusiker vom „Grenzlan­d-Trio“ aus Stachesried füllte sich der Tanzboden mit lauter gut gelaunten Menschen, die unermüd­lich das Tanzbein schwangen. Nur die Preisverteilung der großen Blumen- und Sachprei­stombola mit über 400 Gewinnen konnte das bunte Treiben etwas unterbrechen. Ein mit Spannung erwarteter Höhepunkt, der dazu genutzt wurde, den strapa­zierten Beinen eine kurze Erholungs­pause zu gön­nen. Am Ende gingen alle nicht nur mit einem schönen Preis im Gepäck nach Hause sondern auch mit dem Vorhaben, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

Hausdrache

Kinder lieben Tiere. Vor allem ein eigenes Haustier hätten die meisten gerne. Mit einer Katze kann man so herrlich schmusen, mit einem Hund dazu auch noch spazieren gehen und einem Wellensit­tich mit viel Geduld sogar das Sprechen beibringen. Wer aber möchte schon einen "Hausdrachen“ zum spielen haben? Zudem ist ein Drache gar kein richtiges Tier, sondern ein Fabelwesen, das Feu­er spuckt, gegen Ritter kämpft und Prinzessinnen entführt. Ein „Hausdrache“ mit seiner ewigen Nörgelei ist im Normalfall auch nicht gerade der ideale Spielkamerad für quicklebendige Kids. Ganz anders bei den Geiganter OGV Schrazln. Diese haben sich sogar einen eigenen „Hausdra­chen“ gebastelt! Natürlich keinen der immer an allem rummeckert, Feuer spuckt und Prinzessinnen entführt, sondern einen, den man im Zim­mer mittels eines Gummibandes fliegen lassen kann. Damit jeder auch gleich erkennt, dass sich um einen freundlichen „Hausdrachen“ handelt, haben die Schrazln ihm noch ein lustiges Gesicht aufgemalt.

 

Wanderung

Was gibt es Schöneres, als einen golde­nen Herbsttag in freier Natur zu genießen? Die Tage sind nicht mehr so heiß wie vor einigen Mona­ten, aber so manche Sonnenstrahlen erwärmen doch noch einige Zeit die Nasenspitzen der Natur­liebhaber. Kurz gesagt: Ideale Bedingungen für eine Wande­rung durch farbenfrohe Wälder, die sich der Obst- und Gartenbauverein Geigant schon seit Jahren zu nutzen macht. Und so trafen sich auch heuer wieder an die 30 wackere OGVler um auf „Schus­ters Rappen“ die Schönheiten der Natur von Geigant bis Balbersdorf zu erkunden. Dabei stellten sie einmal mehr fest, wie schnell sich die Natur ihr Reich zurückerobert, wenn man sie nur lässt. Altbe­kannte Pfade waren stellenweise kaum mehr zu erkennen und scherzeshalber kam sogar die Frage nach einer Machete auf. Doch genau das war es, was für die Freizeitgärtler den besonderen Reiz dieser Wanderung ausgemacht hat. Ein besonderer Anreiz war dann noch die Aussicht auf eine def­tige Brotzeit am Ziel der herbstlichen Exkursion. Und die wackeren Wandervögel wurden nicht ent­täuscht, die Wirtin vom „Gasthaus Luger“ hatte aufgetischt, dass sich die Tische bogen. Nach dem doch etwas anstrengen Marsch langten alle kräftig zu und waren so gestärkt für den Heimweg.

 

Zierzaun

Störrischen Ochsen wurde früher vom Bauern ein Brett vor den Kopf gehängt, das ihre Sicht beeinträchtigte. Der Ochse war dann leichter zu führen. Die Geiganter OGV-Schrazln sind keineswegs störrisch und sowieso leicht zu führen. Das beweist schon deren Begeisterung für die Natur und allem was mit deren Pflege und Verschönerung zu tun hat. Ein Brett haben sie trotzdem auch! Aber mit Sicherheit nicht vor dem Kopf hängen! Vielmehr liegt dieses auf einem Tisch und wartet darauf, später als Zierzaun dienend, fantasievoll bemalt zu werden. Eine Aufgabe, die die Schrazln mit Freuden angingen. 20 Kinder und etliche Muttis fanden sich dazu am Spielplatz ein und ließen dabei ihrem malerischen Einfallsreichtum freien Lauf. Heraus kamen wunderbar künstlerisch kreative Werke, die mit ihrer Farbenpracht eine Augenweide für jeden Betrachter sind. Damit man auch später im Zierzaun erkennt, von wem jedes einzelne dieser Kunstwerke stammt, schrieben die kleinen Michelangelos ihren Namen darauf. Und wer noch nicht schreiben konnte, bei dem half eben die Mutti.

Spielplatzfest

Im Sommer 2010 startete der OGV Geigant sein selbstgestecktes Ziel, denn Kinderspielplatz attraktiver zu gestalten. Heraus kam eine herrliche Anlage die vor allem durch seine Natürlichkeit besticht. Die ge­pflegte Grünanlage ist umrahmt von Bäumen und Sträuchern. Insektenhotel, Weidentipi und verschiede­ne Kräuter laden zum Beobachten der Natur ein. Ein Pavillon im Mittelpunkt bietet den Eltern die Mög­lichkeit ihre Lieblinge ganz entspannt beim Spielen beobachten zu können. Die Spielgeräte wie etwa Wippe, Schaukel, Reckstangen und Kletterturm mit Rutsche, sind weiträumig verteilt und lassen den Kindern jeglichen Raum ihren Spieltrieb auszuleben und ihren Einfallsreichtum zu entfalten. Einfalls­reichtum bewies auch der Geiganter Obst- und Gartenbauverein am Sonntag als der neugestaltete Spiel­platz offiziell bei einem Spielplatz­fest seiner Bestimmung übergeben wurde. Beim Durchlaufen eines Spielparcours kam es dabei nicht darauf an, ob man an der Torwand sechs oder keinen Treffer erzielte, den Bierkastenlauf in Rekordzeit absolvierte, beim Balancieren vom Balken fiel, die meisten Seesterne fischte oder die später als Zierzaun dienenden Bretter am fantasievollsten bemalte. Eine kleine Beloh­nung gab es am Ende für alle. Selbst der Pirat aus „Schrazlgonien“ nahm es den kleinen Rackern nicht übel, als diese mit Bällen auf ihn warfen. Im Gegenteil: Bei einem Treffer „feuerte“ er aus seiner Kano­ne Gummibärchen auf Angreifer, die diese Geschosse natürlich sofort mit Genuss „entschärften“. Selbstverständlich gab es zur Labung der kleinen Wettkämpfer, wie auch für deren „Manager“, sprich Eltern und sonstige Besucher, nicht nur Gummibärchen. An Speis` und Trank war jede Menge an Köst­lichkeiten vorhanden, so dass keiner an Hunger oder Durst darben musste. Mit diesem Spielplatzfest hat der OGV nicht nur den neugestalteten Spielplatz für die Geiganter „schmackhaft“ gemacht sondern auch das Wirken und die Aktivitäten des Vereins gebührend ins rechte Licht gerückt.

Osterbrunnen

Auf Anregung von Marianne Nagler hat der Obst- und Gartenbauverein beschlossen, den Brunnen am Kirchplatz für Ostern zu schmücken. Bernhard Fischer hat dazu ein Gestell konstruiert, das leicht anzubringen und wieder zu entfernen ist. Die Schrazln haben für diesen Zweck fleißig Ostereier bemalt und die OGV Damen mit emsigen Händen bei Alois Ederer Girlanden gebunden. Am Freitag trafen sich dann Gerda Klickermann, Marianne Nagler, Maria Brey und einige „Schrazln“ beim Kirchbrunnen um das Werk zu vollenden So konnten am Palmsonntag die Kirchgänger das neue Schmuckstück des Kirchplatzes ebenso bewundern, wie die beim Schmücken anwesenden „Zaungäste“.

Vorstandschaftswahl

Bei der Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins stand auch die Neu­wahl der Vorstand­schaft auf dem Programm. Diese gingen Dank einer souverä­nen Vorbereitung der OGV`ler unter der Leitung von Reinhold Konering in Rekordzeit über die Bühne und erbrachten folgendes Ergeb­nis: 1. Vorsitzen­de: Gerda Klickermann, 2. Vorsitzender: Alois Ederer, 3. Vorsitzender: Rudolf Lankes, Kassier: Heinrich Böhm, Schriftfüh­rer: Sylvia Engl, Kassenprüfer: Egon Wittmann, Franziska Gruber. Beisitzer: Egon Wittmann (Machtesberg)Marianne Nagler, Luitpold Bau­er, Franziska Gruber, Georg Zilker (alle Geigant), Maria Brey, Bernhard Fi­scher (Sinzendorf), Franziska Lommer, Angela Bauer (Katzbach), Ma­ria Schichl (Häuslarn). Jugendbeauftragte: Pia Klickermann. Betreuung der Kapelle am Roßhof: Luitpold Bauer.

Hauptversammlung

Zur Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins im „Alten Haus“ in Geigant, konnte die 1. Vor­sitzende Gerda Klickermann für das vergangene Jahr eine äußerst positive Bilanz ziehen. Vorab aller­dings ging ein besonderer Gruß an den Vertreter der Stadt Waldmünchen, Bürgermeister Markus Acker­mann. Nach ei­ner Gedenkminute für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder ließ Gerda Klicker­mann dass Jahr 2010 Revue passieren, wobei sie besonders auf das beispielhafte Engagement der Jugendbetreuerinnen bei der Arbeit mit den „Schrazln“ hinwies. Der Tätigkeitsbericht der Jugendbe­auftragten Pia Klickermann zeigte dann auch auf, dass dass das Lob der Vorsitzenden durchaus seine Berechtigung hatte. So trafen sich die Buben und Mädchen im Alter von drei bis 13 Jahren in Waldmün­chen, um sich unter der Leitung von der Hauswirtschafts- und Handarbeitslehrerin Monika Wagner in die Geheimnisse des Töpferns, vom Rohstoff Erde bis zum fertigen Kunstwerk einweihen zu lassen. Un­ter fachkundiger Anleitung von „Schrazlmama“ Gerda wurden Kartoffeln gepflanzt und ganz neben­bei jede Menge über die vielfälti­gen Verwendungsmöglich­keiten dieser beliebten Knolle gelernt. Von deren Schmackhaftigkeit konnten sich die jungen Kartoffelbauern bei der Ernte dann selbst ein Bild ma­chen. Bis zum verspeisen der Köstlichkeit vertrieb man sich die Zeit mit dem Basteln von Maislingen. Es folgte eine gar gruselig schöne Halloweenparty. Mit dem Basteln eines Adventskalender und der akti­ven Beteiligung an der Geiganter Dorfweihnacht klang das Jahr dann aus. Im neuen Jahr waren die „Schrazln“ bereits wieder aktiv. Das traditionelle Ostereiersuchen und der Bau von Nistkästen, sowie das Bemalen der Eier für den Osterbrunnen am Kirchplatz werden so auch sicher nicht die letzten Akti­vitäten für 2011 gewesen sein. Über die Aktivitäten der „Großen“ im abgelaufenen Vereinsjahr berichte­te anschließend Gerda Klickermann. Dieses begann im Januar mit dem „Blumenball“, mit dem wie im­mer die Geiganter Faschingssaison eröffnet wurde. Beim Dorfschießen der „Ritterschützen“ erreichte der OGV einen beachtlichen vierten Platz. Der traditionelle Ostermontagswanderung folgte zusammen mit den Sinzendorfern eine Wanderung zur Maiandacht am Bleschenberg. Im Juni ging es über die Grenze um unter der Leitung von Claus Wietek durch das wunderschöne Vydja Tal zu wandern. Eine weitere Wanderung führte die OGVler nach Häuslarn zum Lindenblütenfest. Sehr gut war auch der Zu­spruch beim Vereinsausflug nach Rosenheim zur Landesgartenschau mit einer sehr interessanten Stadt­führung. Im September ging es dann nach Döfering um mit dem dortigen OGV dessen Jubiläum zu feiern. Natürlich wurde beim Geiganter OGV nicht nur gewandert und gefeiert. So waren einige Geiganter bei einem sechstägigen Gartenpflegekurs in Cham um sich weiterzubilden. Äußerst lehr­reich war auch die Teilnahme an einem Obstbaumschnittkurs. Die Kreisfachberaterin für Gartenkul­tur und Landespflege am Landratsamt Cham, Renate Mühlbauer, erläuterte dabei den zahlreichen Interess­enten im theoretischen Teil die enorme Bedeutung des richtigen und zeitgerechten Zuschnitt der Ge­hölze. Anschließend wurde dann das Erlernte an verschiedenen Obstbäumen am Geiganter Spiel­platz und bei der Schule in die Praxis umgesetzt, wobei alle mit feuereifer bei der Sache waren. Im Sommer wurde damit angefangen, denn Kinderspielplatz attraktiver zu gestalten. Dazu gehört auch das Aufstellen eines Pavillons. Nachdem der städtische Bauhof das Fun­dament gesetzt hatte, fanden sich schnell fleißige Helfer die den Rohbau samt Dachkonstruktion fertig­stellten. Auch das Richt­fest konnte schon gefeiert werden. Fehlt nur noch der Bodenbelag, da das Wetter den Baumaßnah­men einen Strich durch die Rechnung machte. An dieser Stelle bedankte sich Gerda Klickermann besonders bei Alois Ederer, Heinrich Böhm, Michael Gruber, Luitpold Bauer und Martin Wagner für deren unermüdlichen Einsatz an der Baustelle und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich nach Ostern wieder viele fleißige Hände einfinden, um die Maßnahme „Kinderspielplatzverschönerung“ weiterzuführen. Mit der Vorstellung des Programms für 2011, wie etwa den „Tag der offenen Gar­tentür“ am 26. Juni oder einiger Ausstellungen in Böhmen (Termine werden in der Presse bekannt gegeben) beendete Gerda Klickermann ihren Bericht. Anschließend gab Kassier Heinrich Böhm sei­nen Bericht über Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Vereinsjahres ab. Die vorab durchgeführte Kassenprüfung ergab keinerlei Beanstandung und so wurde die Vorstandschaft auf Antrag einstimmig entlastet. Bürgermeister Markus Ackermann überbrachte die besten Wünsche der Stadt und hob beson­ders das Wirken des OGV in Puncto Dorfverschönerung, Friedhof- und Kapellenpflege, sowie die In­standhaltung der Wanderwege und das Aufstellen von Rastbänken hervor. Auch die aktive Jugendarbeit mit den „Schrazln“ sei beispielhaft, meinte das Stadtoberhaupt und bedankte sich im Namen des Stadt­rates für die geleistete Arbeit und das Engagements des Obst- und Gartenbauvereins. Die Mithilfe bei der Pflege öffentlicher Plätze durch den OGV entlaste die Stadtkasse und könnte in dieser Qualität allei­ne schon aus Kostengründen vom Bauhof nicht bewältigt werden. Anschließen schritt er zusammen mit Gerda Klickermann zum schönsten Teil des Abends, der Ehrung langjähriger Mitglieder. Das Ehrenab­zeichen des Kreisverbandes in Silber für 25jährige Mitgliedschaft erhielten: Gabriele Laubmeier, Rudolf Laubmeier, Elisabeth Mühlbauer, Johanna Schütz, Josef Schütz, Thomas Stelzer und Arthur Petersilka. Mit dem Ehrenabzeichen des Kreisverbandes in Bronze für 15jährige Mitgliedschaft wurden Antonia Bauer, Ramona Brey, Ursula Ederer, Maria Fekeler, Barbara Konering, Christian Lommer, Xaver Meindl, Wolfgang Rieder, Rainer Wagner und Arthur Wutz ausgezeichnet. Mit der Betrachtung von Luftbilderaufnahmen entlang der Schwarzach von Claus Wietek endete die Hauptversammlung.

Blumenball

„Nomen est omen“. Einmal mehr machte der Blumenball des Obst- und Garten­bauvereins seinem Nah­men alle Ehre. Die herrlichen Blumenarrangements auf der Bühne waren eine reine Augenweide und ließen den Saal des Gasthauses Wild in frühlings­hafter Blütenpracht erstrahlen. Besonders erfreulich war es dabei für das Team um Gerda Klickermann, dass sich diese Mühe auch gelohnt hatte. Der Besu­cherandrang weckte Erinne­rungen an die Blütezeit der Geiganter Faschingsbälle. Dafür, dass auch die Faschingspflanze „Gau­dium Karneva­le“ ihre verlocken­den Stimmungsfrüchte voll ausbilden konnte, sorgte die Stimmungskapelle „Grenzland-Trio“ aus Stachesried. Sie pflegte gekonnt die ersten aufkei­menden Tanzversu­che, „düngten“ sie mit schmissiger Musik und sorgen so dafür, dass binnen kürzester Zeit liebrei­zende Röslein und stachelige Kakteen das „Tanz­beet“ bevölkerten. Auch Bürgermeister Mar­kus Ackermann erlag der Anziehungskraft der blumigen Verlockungen und legte mit seiner „First Lady“ Petra eine flotte Sohle nach der anderen aufs Parkett. Eine willkommene Erholungspause für die strapa­zierten „Tanzwurzeln“ war dann der fetzige Auftritt der Mädels der SV-Tanzgruppe die mit einer astrei­nen Darbietung und ihrer frischen Art begeisterten. "Blumen sind das Lächeln der Erde." Beim wohl „wohlriechendsten“ Ball des Jahres sorgte die mit Spannung erwartete Preisverteilung der großen Blu­men- und Sachpreistombola dafür, dass vor allem die holde Weiblichkeit nach dem Ball mit einem Lä­cheln nach Hause ging.

Halloween

Gar Schauriges trug sich an Halloween in der Gruselkammer von Schrazlmama Gerda Klickermann zu. Dort trafen sich Geigants Hexen, Zauberer und Gespenster um zu spucken und sich die Zeit mit gar gräulichen Spielen zu vertreiben. Da wurden ekliche (Gummi)Schlangen verzehrt und wer eine giftige erwischte musste das Zeitliche segnen, um dann als Mumie aus der Gruft hervorzusteigen und mit dick eingefatschten Mumienhänden Fledermäuse, Kröten und etlich´anderes Getier der Mächte der Finsternis zu sortieren zu versuchen. Für die Halloweenschrazln ein gar greislich guter Spaß der im nächsten Jahr sicher eine Wiederholung ähnlicher Art finden wird.

Maislinge

Im September ist Kartoffelzeit. Und diese Knollen schmeckten den Kindern schon immer am besten selbst ausgegraben und anschließend aus dem Kartoffelfeuer geholt. So war es auch bei den Geiganter OGV Schrazln. Diese hatten ihre Erdäpfel im Frühjahr sogar eigenhändig gesetzt und waren schon lange in fiebriger Erwartung auf das Ergebnis der Ernte. Dieses viel zur Freude aller außergewöhnlich gut aus und somit stand einem zünftigen Kartoffelfestessen nichts mehr im Wege. Während die OGV Vorsitzende und „Schrazlmama“ Gerda Klickermann die Objekte der „Schrazlbegierde“ auf dem Grill zubereitete und dazu einen leckeren Kräuterquark als Beilage herrichtete, vertrieb sich der OGV Nachwuchs die Zeit bis zum großen Schmausen mit der Herstellung fantasievoller „Maislinge“. Heraus kamen dabei wirklich sehenswerte und lustige Gestalten. Das nach so viel künstlerischer Tätigkeit das anschließend verdiente Mahl besonders lecker schmeckte, versteht sich von selbst.

Wanderung

Der OGV Geigant besuchte das 40jährige Jubiläumsfest des OGV Döfering. Wie es sich für einen Verein, der sich die Pflege der Natur auf seine Fahne geschrieben hat geziemt, erfolgte die „Anreise“ auf Schusters Rappen. In Döfering wurden die wackeren Wanderer nach ihrem etwa eineinhalbstündige Marsch mit einem Stamperl zur Stärkung begrüßt.

Pavillon

Seinem selbstgesteckten Ziel, den Spielplatz in Geigant zu verschönern, kam der Obst- und Gartenbauverein mit dem Bau eines Pavillons wieder einen Schritt näher. Nachdem der städtische Bauhof das Fundament gesetzt hatte, fanden sich schnell fleißige Helfer die den Rohbau samt Dachkonstruktion fertigstellten. Auch das Richtfest konnte schon gefeiert werden. Fehlt nur noch der Bodenbelag. Hierfür sucht der OGV noch etwa 20 Quadratmeter Verbundpflaster. Wer solche Pflasterbeläge günstig abzugeben hat, kann sich unter Telefon 09975/902140 melden.

Ausflug

Bild und Text: Claus Wietek

Ein voll besetzter Bus und ideales Wetter waren gute Voraussetzungen für einen gelungenen Ausflug. Nahe der Altstadt, bei der Mündung der Mangfall in den Inn erkundete man die Landesgartenschau, welche in einem Bereich angelegt worden ist, den die Stadt aufgrund der Hochwassergefahr gemieden hatte. Die Themengärten, die neuen Brücken und Stege, die vielen Sitzgelegenheiten luden zum Schauen und Verweilen ein. Die neue Mangfallbrücke, mit einer Spannweite von 78m, und die Aussichtsplattform über der Mündung von Inn und Mangfall erlaubten traumhafte Ausblicke. Zahlreiche, interessant gestaltete Kinderspielplätze und eine Kinderkajakstrecke trugen auch der jüngeren Besucherschar Rechnung. Auch der Rosengarten in der Altstadt wurde besucht. Nach dem Mittagessen erkundeten die Mitglieder auf eigene Faust die noch unzähligen Sehenswürdigkeiten oder lauschten dem Auftritt von Christian Springer dem Fonsi vom BR.

Hauptversammlung

Zur Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Geigant, konnte die 1. Vor­sitzende Gerda Klicker­mann für das vergangene Jahr eine äußerst positive Bilanz ziehen. Vorab allerdings ging ein beson­derer Gruß an den Vertreter der Stadt Wald­münchen, Vizebürgermeister Josef Brückl, an den Teilbereichsvorsitzenden Willibald Tahedl und an den Referenten des Abends, Gärtnermeister Wolfgang Iglhaut. Nach ei­ner Gedenkmi­nute für das im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglied Josef Schlecht, zog Gerda Klickermann eine kurze Bilanz über das Vereinsgeschehen seit der letzten Hauptversammlung 2009. So traf man sich im Mai beim „Heiligen Land" und marschierte von dort zur Maiandacht nach Machtesberg, die von Christina Niedung, Julia Heidinger, Maria Mißlinger und Katharina Meierhofer musikalisch umrahmt wurde. Im Juni bastelten die„Schrazln" aus Plastikflaschen und Fischdosen Dekoratives fürden Garten. Beim 60-jährigen Gründungsfest des SV Geigant im Juli beteiligten sich die OGVler am Festzug. Als beeindruckend bezeichnete die Vorsitzende den Vereinsausflug im selben Monat nach München mit dem Besuch des Botanischen Gartens in Nymphenburg und der Führungdurch die Bavaria Filmstudios. Im August war beim Nachwuchs Kegeln angesagt. Dafür wurde extra eine Holzkegelbahn mit Holzkegeln und -kugeln organisiert. Rudolf Lankes und die Kinder schoben ganz begeistert eine „heiße Kugel". Außerdem bauten die „Schrazln" unter Anleitung von Alois Ederer, Wolfram Reithmeier und Marianne Nagler am Spielplatz ein Insektenhotel, führte Gerda Klickermannweiterhin auf und bedankte sich hier herzlich bei Rudolf Laubmeier, der das dafür benötigte Holz spendete und es zudem noch kostenlos zugeschnitten hatte. Pünktlich zu Halloween bastelten die Kinder aus Styroporkugeln, Gipsbinden und Draht gruselige Gespenster. Der Herbstwanderung zum Kuglhof folgte ein weiterer Erzählnachmitag im Gasthaus Schall. Neben Mathilde Schall wusste dabei auch Josef Ederer viel zu berichten. Die gemeinsame Weihnachtsfeier mit den Ritterschützen ließ das Jahr ausklingen. Das neue Jahr 2010 begann für den Obst-und Gartenbauverein traditionell mit dem Blumenball, der wie immer die Geiganter Faschingssaison eröffnete. Im Februar kamen die „Schrazln" wieder zusammen um ein Frühlingsgesteck zufertigen. Es folgte die Teilnahme am Dorfschießen, bei dem der OGV durch geschickte Verpflichtung von Barbara Konering als beste Schützin, noch einen mittleren Platz erreichen konnte. Im März kam Kreisfachberaterin Renate Mühlbauer nach Geigant. Von ihr erhielten die OGVler viele nützliche Tips und Anregungen zum Thema „der richtige Obstbaumschnitt" in Theorie und Praxis. Das alljährliche Ostereiersuchen führte die „Schrazln" diesmal nach Machtesberg zum Gasthaus Bauer. Das traditionelle Ostereiersuchen beim in Machtesberg und das Töpfern mit Monika Wagner werden sicher nicht die letzten der „Schrazln" für 2010 gewesen sein, meinte die Vorsitzende und bedankte sich am Ende ihres Berichtes bei ihrem Team für deren tatkräftige Unterstützung, ohne die all die Arbeit nicht möglich wäre. Besonders hob sie dabei das Engagement von Rudolf Lankes hervor, der nicht nur die Ruhebänke rund um Geigant in Stand hält, sondern sich auch noch um das Aufstellen der Totenbretter im „Heiligen Land" kümmert. Das waren 2009 die Totenbretter für Maria Schütz, Heinrich Böhm und Hilde Wagner. Mitder Ankündigung eines Beitritts des Kreisverbandes in den Kreisjugendring und einer kurzen Erklärung zu den Vorteilen, die auch dem OGV Geigant daraus entstehen schloss Gerda Klickermann ihre Ausführungen. Anschließend gab Kas­sier Heinrich Böhm seinen Bericht über Einnahmen und Ausgaben des vergan­genen Vereinsjahres ab. Die vorab durch­geführte Kassenprüfung ergab keinerlei Be­anstandung und so wurde er auf An­trageinstim­mig entlastet. Vizebürgermeister Josef Brückl und Teilbereichsvorsitzender Willibald Tahedl hoben in einem kurzen Statement unisono den besonderen Stellenwert der 68 Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis hervor und würdigten insbesondere das Wirken des OGV Geigant als mitgliedsstärksten Verein im Altlandkreis Waldmünchen in Puncto Dorfverschö­nerung, Friedhof- und Kapellenpflege, sowie die Instandhaltung der Wanderwege, die Mithilfebei der Pflege öffentlicher Plätze und das Aufstellen von Rastbänken hervor. Anschließend schritten sie zusammen mit Gerda Klickermann zum schönsten Teil des Abends, der Ehrung langjähriger Mitglieder. Das Ehrenabzeichen des Kreisverbandes in Bronze er­hielten: Josef Dankerl, Ludmilla Gruber und Peter Rabl. Das Ehrenabzeichen des Kreisverbandes in Silber gab es für Josef Riederer, Johann Traum und Heinz Farnbacher. Mit dem Ehrenabzeichendes Kreisverbandes in Gold wurde Alfons Stelzer ausgezeichnet. Marianne Nagler wurde für ihre 35-jährige Tätigkeit in der Vereinsleitung mit der goldenen Ehrenurkunde des Kreisverbandes ausgezeichnet. Sichtlich freudig überrascht war dann zum Schluss Gerda Klickermann, als ihr Willibald Tahedl für ihr 15-jähriges Wirken als 1. Vorsitzende des OGV Geigant die silberne Ehrenurkunde des Kreisverband überreichte. Überraschendes erklärte dann im Teil zwei der Hauptversammlung Gärtnermeister Wolfgang Iglhaut den Anwesenden zum Thema Kübelpflanzen, wobei er vor allem auf die Problematik „welche Erde für welche Pflanze?" einging und auch die nötigen Ratschläge dazu parat hatte.

Ostereiersuche

Hinterm Baum, unterm Busch, oder doch in der Waschmaschine? Beim Verstecken der bunten Osterüberraschungen sind dem Einfallsreichtum des Osterhasen bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Na gut, beim traditionellen Ostereiersuchen des Obst- und Gartenbauvereins kam das Versteck Waschmaschine, da ja in freier Natur, nicht in Frage. Aber im großen Garten des Gasthaus Bauer fand Meister Lampe genug Möglichkeiten die österlichen Schleckereien und vor allem auf die bunten Eier ein passendes Versteck zu finden. Während der schwer gestresste Mümmelmann ziemlich viel hin und her hopste um seine verräterischen Abdrücke zu verwischen, warteten unten im Tal die OGV-Schrazln schon ganz ungeduldig auf den „Startschuss" ihrer Schrazlmamma Gerda zum „Sturm" auf den Berg. Die kleine Wanderung nach Machtesberg war dann war dann für Groß und Klein ein wahrer Ge(h)nuss und steigerte vor allem die Vorfreude. Am Ziel angekommen gab es dann kein Halten mehr. Kaum war das Kommando zur Suche ausgesprochen stürmten alle los um ja die Ersten bei den Objekten der Begierde zu sein. Da sich der Osterhase auch heuer nicht lumpen gelassen hat, kam keiner zu kurz und es stellte sich höchstens die Frage, ob die diversen Behälter, wie Jackentaschen, Mützen und so weiter für die „Beute" auch ausreichten. Nebenbei stellte sich ganz geflissentlich wieder einmal heraus, dass Ostereiersuchen nicht nur bei Kindern beliebt ist, sondern auch den Erwachsenen viel Spaß bereitet. Eine gemütliche Einkehr bei Kakao, Kaffee und Kuchen rundete dann einen gelungenen Nachmittag für alle perfekt ab.

Obstbaumschnittkurs

„Der richtige Rückschnitt von Obstbäumen in Theorie und Praxis" war die Thematik eines Kurses zu dem der Obst- und Gartenbauverein Geigant seine Mitglieder einlud. Die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Cham, Renate Mühlbauer, erläuterte dabei den zahlreichen Interessenten im theoretischen Teil die enorme Bedeutung des richtigen und zeitgerechten Zuschnitt der Gehölze. So ist, wie die Kreisfachberaterin aufführte, bei der Formierung strenger Kernobstspaliere der Sommerschnitt eine unentbehrliche und seit alters her durchgeführte Erziehungsmaßnahme. Aber auch bei anderen Erziehungsformen und Obstarten ist der sommerliche Schnitt von eminenter Bedeutung für Erziehung und Pflege. Durch fachgerecht durchgeführte Schnittmaßnahmen lassen sich sowohl Wuchsleistung, Zustand der Krone, Fruchtbarkeit und Qualität des Erntegutes positiv beeinflussen. Der Sommerschnitt stellt im Gegensatz zum Winterschnitt eine Wuchsbremse dar, was sich vor allem bei stark wachsenden Bäumen sehr positiv nutzen lässt. Die Entfernung von Trieben verringert die Assimilationsfläche, es werden weniger Stoffe eingelagert, für den Neuaustrieb stehen somit weniger Reservestoffe zur Verfügung und er wird insgesamt schwächer ausfallen. Ein oft unterschätztes Argument für den Sommerschnitt ist die bessere Wundheilung. Während der Vegetationszeit können Gehölze aktiv Wunden abschotten und so das Eindringen von Schaderregern weitgehend unterbinden. Ebenso kann das Kambium sofort beginnen die Wundfläche zu überwallen. Wird zur Zeit der Winterruhe geschnitten, so bleiben die Schnittwunden oft über mehrere Wochen als Eintrittspforte für Schaderreger offen. Generell muss beim Sommerschnitt der Zeitpunkt des Schnitteingriffes bewusst gewählt werden. Wird früh im Sommer (Juni/Juli) geschnitten, kann es zu einem neuen Austrieb kommen, wird aber nach Abschluss des Längenwachstums und der Knospenausbildung, also etwa Mitte August geschnitten, so wird kein Neuaustrieb angeregt. Zudem wird durch den Sommerschnitt das Triebwachstum gebremst, wodurch die Beschattung der Früchte verringert und deshalb ihre Verdunstung erhöht wird. Neben dem gezielten Abschneiden und Entfernen kranker Pflanzenteile wird durch den Sommerschnitt der Aufbau des Obstgehölzes locker gehalten, die Blätter können rascher abtrocknen, wodurch einer Pilzinfektion, zum Beispiel Mehltau, vorgebeugt werden kann. Besonders wies Renate Mühlbauer darauf hin, dass es bei starkwüchsigen Bäumen oder als Folge eines starken Rückschnittes auf den Astoberseiten zu senkrecht wachsenden Wasserschossen kommen kann, die die Krone sehr stark verdichten. Diese Triebe reißt man am besten Ende Mai bis Juli aus der Rinde aus, denn dadurch entfernt man auch alle schlafenden Augen an der Basis der Triebe, die nach einem Schnitt wieder austreiben würden. Risswunden verheilen besser als Schnittwunden meinte die Referenten zum Ende ihres Vortrages. Anschließend wurde dann das erlernte an verschiedenen Obstbäumen am Geiganter Spielplatz und bei der Schule in die Praxis umgesetzt, wobei alle mit feuereifer bei der Sache waren.

Blumenball

Ein kleiner Schrazl-Kobold entdeckte im Schwarzholz unter einem Baum ein Telefon. Neugierig schaute er sich das Telefon an. "Merkwürdig", sprach er, "ein seltsamer Platz für ein Telefon". Plötzlich kam ihm ein lustiger Einfall. Er beschloss seine Freunde im Geiganter Gartenland anzurufen. Er tippte auf den Tasten herum und als er die letzte Nummer gewählt hatte, meldete sich eine liebliche Stimme am anderen Ende: "Gartenland, Gartenkönigin Gerda!" Der Kobold konnte es gar nicht fassen. Er war mit der Gartenkönigin verbunden. "Hallo! Was macht den ihr OGVler?" fragte er. „Wir sind auf dem Blumenball." kam die Antwort. Der Kobold konnte es kaum glauben. Jetzt, mitten im tiefsten Winter Blumen? Also schaute er selbst vorbei, beim Brai. Und was er da sah wahr überwältigend. Blumen und Zierbäumchen brachten das frühlingshafteste Grün in den Saal. Lauter gut gelaunte und tanzende Menschen, wohin er auch blickte. Dazu eine schmissige Musik, die selbst den kauzigen Kobold zu rhythmischen Zuckungen hinriß. Als er dann noch bemerkte, dass der 100ste Besucher eine Solarlampe als Preis erhielt, dachte er sich, die würde mir im Wald auch nützlich sein. Also beschloss der kleine Gnom diesen fetzigen Klängen der Band „Sapradi" noch etwas zuzuhören. Am Ende war er einer der Letzten die den Heimweg antraten. Im Gepäck hatte er dann auch noch einige der wunderschönen Blumen, die es bei der großen Tombola des OGV zu gewinnen gegeben hatte und er nahm sich fest vor, diesen blumigen Ball nächstes Jahr wieder zu besuchen.